VITA/PRESSE
Künstlerische Vita
Benjamin Lauterbach, geboren 1975 in Kronberg/Ts. Studium der Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und München. Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.
Dramatik: Zusammen mit Juli Zeh schrieb Lauterbach das Hörspiel Unter Glas (Ursendung: 1. Mai 2008, SWR 2). Autorschaft beim Gemeinschaftsprojekt poolpartypostmoderne (UA: 2. Mai 2008, Neue Szene, Schauspiel Leipzig) unter der Leitung von Roland Schimmelpfennig und Barbara Noth. Teilnahme an Josh Greenes Audioinstallation Zuhören mit dem Dialog Unter Leuten (Akademie Schloss Solitude, 2009). Sein Theaterstück Beziehungs-Weise gewann 2009 den ‚Autorenförderpreis der Landesbühnen’ (UA 15.04.2011, Landesbühne Sachsen, Dresden-Radebeul). 2011 Einladung zum Dramatikerworkshop im Rahmen des Stückemarktes der Berliner Festspiele mit dem Stück Der Chinese. Lauterbachs Stücke werden vertreten vom Hartmann&Stauffacher Verlag, Köln.
Prosa: 2007 erhielt Lauterbach das Stipendium der ‚Kunst:Raum Sylt Quelle’, 2008 das Stipendium der ‚Akademie Schloss Solitude’ in Stuttgart. Für seinen Internetblog Weltwohnen erhielt Lauterbach 2007 den Preis ‚Bremer Netzresidenz’ vom Literaturhaus Bremen. Zudem Preisträger beim ‚Literaturpreis Prenzlauer Berg’, 2008. Seine literarische Familienchronik Ahn, Ahnen, Ahnungen wurde 2010 gefördert von der ‚Deutsch-Polnischen Gesellschaft’ und der ‚Villa Decius’ in Krakau. Im Frühjahr 2011 Aufenthaltsstipendium im ‚Künstlerdorf Schöppingen’, im Herbst 2011 im ‚Port Cultural Cetate’, Rumänien.
Lyrik:2003 erhielt Lauterbach den ‚Telephos Preis’, Kategorie Lyrik, im selben Jahr erschien sein Gedichtband Ich nehm's persönlich (ISBN 3-9808109-7-6). 2004 folgte der Band Das Leben so bedrohlich mal Zwei (ISBN 3-9373570-7-6). Beide erschienen im ‚Bookspot Verlag’, München.
Weitere Veröffentlichungen in Anthologien (Kein Hügel für die wilden Pferde, Vier Periode, Tippgemeinschaft u.a.), in Zeitschriften (EDIT, Vokabelkrieger, Iowa Review, Fleisch u.a.) sowie Online-Magazinen (Radar, Textwelt, Megaera u.a.).
Pressestimmen
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung urteilt über Benjamin Lauterbach, er beschreibe „die Gesellschaft so, wie sie ist: brutal, sehnsüchtig, angsterfüllt, zärtlich und gierig. Dabei fokussiert er vor allem die innere Zerrissenheit der äußerlich coolen, abgeklärten jungen Generation mit außergewöhnlicher Intensität.“
Die Sächsische Zeitung attestiert: „Benjamin Lauterbach ist auf dem besten Weg, sich als Dramatiker einen Namen zu machen.“ und fügt an: „Der Autor zeigt auf gekonnte Weise, dass der Mittdreißiger von heute nicht nur im Internet andere Persönlichkeiten annimmt, sondern auch im wirklichen Leben, um in der Gesellschaft anzukommen. Das Premieren-Publikum spendet langen Applaus.“
Die Dresdner Neue Nachrichten resümieren: „Lauterbach entwickelt in seinem Stück ‚Beziehungs-Weise’ eine Entlarvungsdramatik, die immer wieder an Albees Klassiker ‚Wer hat Angst vor Virginia Wolf?’ erinnert. [...] Lauterbach ist ein Meister origineller Dialoge.“
Auf Dresden-Kompakt.de heißt es zur Uraufführung von Beziehungs-Weise: „Beziehungs-Weise ist eine Groteske über Beziehungen, vor allem über solche, die schon keine mehr sind, und solche, die es nie wirklich werden können. Benjamin Lauterbach, der Autor, hatte dafür 2009 den Autorenförderpreis der Landesbühnengruppe im Deutschen Bühnenverein bekommen. Die in diesem Zuge ausgelobten 5.000 Euro gingen je zur Hälfte an ihn und das uraufführende Theater. Nicht so sehr, um zu sehen, was die Landesbühnen mit dem Geld, als vielmehr, was sie mit dem Stück gemacht haben, war der junge Mann, der ganz und gar keinen vereinsamten beziehungsweise beziehungsgrotesken Eindruck machte, mit seiner Partnerin zur Uraufführung gekommen. Mit seinem karierten Schal, dem rotblonden Haar und dem bübischen Lächeln wirkt der Mittdreißiger eher wie ein Schwiegermuttertraum. Germanistik und Philosophie hat er studiert, das Deutsche Literaturinstitut absolviert und schon jede Menge Preise gewonnen. Benjamin Lauterbach hat Lyrik veröffentlicht und zusammen mit Juli Zeh ein Hörspiel gemacht. Und nun das Theaterstück „Beziehungs-Weise“, ein Glücksfall für Radebeul.“



